Auf nach Montenegro

Nach unserem Offroad-Erlebnis fuhren wir wieder zurück in das Hotel, in welchem wir am Morgen gestartet waren. Als Stammkunden gab es sogar 3€ Rabatt. Nach einer sehr erholsamen Dusche ging es noch kurz in einen Imbiss. Dort gab es zur Stärkung die lokale, köstliche Pita-Variante. Im Hotel verzehrten wir die letzten Biervorräte und schritten dann zur Nacht. Am nächsten Tag ging es weiter (diesmal über asphaltierte Wege) nach Tirana. Noch einmal vorbei am Ohridsee und ein paar schöne Ausblicke mitgenommen. In Richtung Elbasan wurden in der Shkumbini-Schlucht unermessliche Mengen an Material bewegt. Hier entsteht eine Autobahn nach Griechenland.

In Tirana quälten wir uns noch kurz durch den Stadtverkehr und nahmen dann unsere Unterkunft in Beschlag. Da es am Folgetag regnen sollte und wir nach den Strapazen eine Pause brauchten, blieben wir hier 2 Tage. Das Appartement lag in einem relativ neu gebauten Komplex und hier fand sich fußläufig wirklich alles, was das Herz begehrte. Aufgrund des Wetters und unserer Erschöpfung sahen wir von der Stadt bis auf den Komplex nichts. Dafür gab es leckeres Essen (von dem Avocadotoast machte sich sogar die Kellnerin ein Foto, weil er so gut aussah) und frisch gewaschene Wäsche.

Weiter ging es dann nach Montenegro. Am Samstag war der Verkehr in Tirana etwas entspannter und wir kamen recht gut aus der Stadt heraus. Mit dem Ende der Autobahn stockte dann auch der Verkehr und wir brauchten einige Zeit, bis wir Shkodër hinter uns lassen konnten. Von dort ging es nicht direkt nach Montenegro. Wir bogen ab und fuhren durch Hot auf die SH20. Die Strecke war atemberaubend. Ausblick auf den Skutarisee, der Leqet-e-hotit-Pass (neu gebaut, unzählige Serpentinen) und dann die Lumi-I-ceni-Schlucht folgend bis hinauf zur Grenze nach Montenegro. Dazu kaum Verkehr. Mit steigender Höhe wurde es allerdings immer kühler.

An der Grenze angekommen erwarteten uns zwei kleine Baracken. Hier ist so wenig los, dass die Grenzbeamten heraus kamen, um uns abzufertigen. Für Montenegro gab es sogar einen Stempel in den Pass 😏. Da der Tag schon recht fortgeschritten war, suchten wir uns kurz hinter der Grenze eine Unterkunft in Plav. Die war bei der Ankunft zwar noch nicht bezugsfertig (dafür geheizt), aber wir konnten uns umziehen und schon einmal etwas essen gehen. In einem kleinen Restaurant mit sehr übersichtlicher Speisekarte (es gab 3 Arten von Gulasch und noch ein paar Sachen vom Grill) wärmten wir uns mit etwas Gulasch auf. Der Speiseraum wurde immer voller und als wir fertig waren, boten wir an, uns an die Theke zu setzen, da andernfalls Gäste hätten abgewiesen werden müssen. Zum Dank gab es einige Schnäpse aufs Haus 😵‍💫. Gut angeheitert beendeten wir den Tag in der Unterkunft.