Hellas
Von Şile ging es weiter nach Bursa. Der vorhergesagte Regen blieb aus und so konnten wir bei angenehmen Temperaturen die Reise fortsetzen. Abseits der Autobahn sind wir bis zur Osmangazi Brücke gefahren und konnten hier einige schöne und kurvenreiche Abschnitte befahren, bevor wir über die Brücke weiter zum İznik Gölü See ging. Den See haben wir in östliche Richtung knapp umrundet und sind am Nachmittag in Bursa angekommen. Ursprünglich hatten wir den Plan, den Kettensatz an Richard seinem Motorrad in Bursa wechseln zu lassen. Da dies vermutlich direkt einen weiteren Tag Pause bedeutet hätte, haben wir den Plan verworfen, uns einen entspannten Abend bei leckerem Iskender gemacht (Dank an Richards Kollegen für die Empfehlung) und die Stadt angeschaut.
Am nächsten Tag ging es entlang des Marmarameeres nach Çanakkale, nördlich von Troja. Troja selbst haben wir bewusst ausgelassen, da uns während der Fahrt die monotone Landschaft die Motivation geraubt hat, noch einen eineinhalb stündigen Umweg in Kauf zu nehmen. In Çanakkale steht konnten wir nicht nur irgendein trojanisches Pferd bestaunen, sondern die originale Requisite aus der Verfilmung von 2004 mit Brad Pitt (sorry Matt Damon).
Da wir keine Mautkarte für kostenpflichtige Straßen in der Türkei hatten, die Übermittlung auf die Seite zum Bezahlen nach Benutzung eines Abschnittes bis zu zwei Tage dauern kann und eine Ausreise aus der Türkei mit ausstehenden Mautgebühren nicht möglich ist, sind wir am folgenden Tag mittels Fähre wieder zurück auf den europäischen Kontinent gefahren (Kostenpunkt 4€ pro Person inkl. Moped). Nach der Überfahrt ging es weiter Richtung griechisch-türkischer Grenze. Kurz vor der Grenze haben wir noch einmal voll getankt, da der Liter Benzin in der Türkei bei ca. 1,45€ liegt und in Griechenland bei ca. 2,12€ – beim Blick nach Deutschland wird und schon ganz mulmig.
Landschaftlich hat uns die westliche Türkei eher nicht abgeholt. Flaches Land, welches durch monotone Schnellstraßen verbunden ist und kein Highlight für all jene ist, die auf der Reise auch etwas für‘s Auge und den Fahrspaß haben wollen. Die Strecke von Şile nach Bursa war die einzige Besonderheit. Östlich davon scheint es interessanter zu werden. Doof für uns, dass wir genau hier wieder Richtung Westen fahren. Kulinarisch ist die Türkei top – sofern man gerne Fleisch isst. Sensationell gewürzt, immer saftig und mit herzlicher Gastlichkeit serviert. Und es kommt uns so vor, als wäre der Ayran hier weniger salzig als zu Hause – finden wir gut, darf gerne so übernommen werden😄
Nach einem weiteren unspektakulären Grenzübergang (danke EU) ging es nach Alexandroupolis, wo wir einen ungeplanten Tag Pause einlegen. Mehr dazu im nächsten Beitrag.









