Ankunft in der Türkei

Von Niš aus ging es in Richtung türkische Grenze. Auf dem Weg lag der Jerma River Canyon, welcher eine willkommene Abwechslung zur bisherigen Autobahnromantik versprach. Vielleicht sind wir durch unsere vorherigen Reisen mittlerweile etwas verwöhnt und hatten zu große Hoffnung auf eine Route á la Cañon del Pato. Die Strecke konnte landschaftlich und von der Szenerie leider nicht überzeugen. Nichts desto trotz, war es eine angenehme Abwechslung.

Zum frühen Nachmittag waren wir an der serbisch-bulgarischen Grenze und konnten ohne Probleme einreisen. Wie geplant haben wir uns eine Unterkunft mit Pool raus gesucht, die wir nach der Umrundung von Sofia erreichten. Mein Navi (zūmo® XT2) spackt rum und stellt sich für vermeintlich simple Routen zu dämlich an. In der Folge habe ich die passende Ausfahrt verpasst und wir mussten einmal um Sofia herum fahren und sind ca. 45 Minuten später am Ziel angekommen. Zeit, die wir gebraucht hätten. Als wir endlich da waren und an den Pool gegangen sind, war die Sonne hinter Regenwolken verschwunden. Es versteht sich von selbst, dass ich für das Navi keine Kaufempfehlung aussprechen kann.

Am nächsten Tag ging es dann doch wieder über die Autobahn in die Türkei. Wir wollten endlich im Zielland ankommen, irgendwie sitzt uns bei nur 4 Wochen Urlaub die Zeit dann doch im Nacken. Wenn einem der Vergleich von 6 Monaten noch in Erinnerung ist, dann sind 4 Wochen nicht viel Zeit.

Die Einreise in die Türkei gestaltete sich unkompliziert. Lediglich unsere gebuchten Datenpässe für die Türkei konnten nicht aktiviert werden, weil die automatische Aufladung von Guthaben scheinbar nicht für Datenpässe außerhalb der EU gilt – muss man natürlich im Ausland ohne Internet erfahren. Sei es drum, haben wir auch gelöst. Anschließend ging es in die nächst gelegene Stadt Edirne, wo wir den Tag bei leckerem lokalen Essen beendet haben und die Selimiye-Moschee bei Nacht bestaunt haben.

An Tag 5 wollten wir endgültig der Autobahn den Rücken kehren, was wir zu Beginn auch getan haben. Nach 1,5 Stunden Fahrt haben wir uns dann allerdings wieder dagegen entschieden. Die Landschaft hatte nicht viel zu bieten und war eintönig, sodass wir zur nächsten Autobahnauffahrt und zügig Richtung asiatischen Kontinent gefahren sind. Über die Yavuz-Sultan-Selim-Brücke, nördlich von Istanbul, ging es über den Bosporus nach Asien. Eine beeindruckende Brücke, von der man einen schönen Blick auf die Skyline von Istanbul hat. Gerne hätten wir an einem Aussichtspunkt den Blick festgehalten und etwas genossen, allerdings gibt es keinen. Gegen 17 Uhr sind wir dann in Şile angekommen, wo wir 2 Nächte verbringen um Wäsche zu waschen und am schwarzen Meer sowie am Pool zu entspannen.

Mit Pools läuft es nicht so diese Reise. Während wir bis zum Mittag super Wetter hatten und am schwarzen Meer zu Fuß unterwegs waren, sind auch dieses Mal die Wolken heraus gekommenen, als wir am Pool waren. Na gut, dann eben nicht – Blog schreiben ist ja auch wichtig und der Hautarzt findet es bestimmt auch vernünftiger sich nicht in die Sonne zu legen 😒