Getting shit done

Der Aufenthalt in Alexandroupoli war ungemein produktiv. Bei der Fahrt zum Appartement fiel mir eine Yamaha-Motorradwerkstatt in den Blick. Seit dem Start der Reise schleppe ich einen Kettensatz für mein Motorrad mit, den ich irgendwann montieren lassen wollte. Wir haben zwar erst nachmittags die Stadt erreicht aber die meisten griechischen Geschäfte haben zwei mal am Tag geöffnet: morgens bis mittags und dann noch einmal abends. Also die Chance genutzt und die umliegenden Werkstätten abgeklappert. Die erste hat direkt zugesagt es am nächsten Morgen zu erledigen – grandios. Währenddessen lief im Appartement die Waschmaschine. Wir gingen essen (Shrimps/Muscheln) und ließen den Abend ausklingen.

Am nächsten Morgen das Motorrad abgegeben. Entgegen meiner Hoffnung wurde es nicht direkt erledigt, sondern zu 13:00 Uhr. Für die spontane Abgabe trotzdem super. Also den Aufenthalt um einen Tag verlängert. Frühstück gegessen, Friseur (12€ inkl. rasieren), Beitrag geschrieben, Moped abgeholt (Montage kam 40€ – ein Witz), grob überschlagen, wie die Reise weitergeht, Abend gegessen (leckere Pita) und am nächsten Tag dann gen Norden zum Transeurotrail, um endlich mal von den Schnellstraßen wegzukommen. Dort kommt man entsprechend langsamer voran, darf sich dafür aber über spektakuläre Ausblicke und teils unbefestigte Wege freuen.

Über einen Zwischenstopp in Xanthi (am Sankt Nikolaus Kloster vorbei) ging es dann weiter nach Thessaloniki. Da die Temperaturen hier ab Montag fallen sollen, gibt es jetzt den erneuten Versuch, einen Pooltag einzulegen. Voraussichtlich wird dies der letzte Aufenthalt in Griechenland werden.

Warum sind wir eigentlich in Griechenland? Ursprünglich wollten wir den Großteil der Zeit in der Türkei verbringen und die Motorräder dann zum Schluss in Griechenland einlagern (aus Zollgründen). Das hätte bedeutet, dass wir im nächsten Frühling nach Kroatien gefahren wären, dort voraussichtlich wieder eingelagert hätten und die Motorräder wieder nicht in Deutschland wären. Ungünstig, falls man mal wieder nach Skandinavien möchte. Außerdem reifte die Erkenntnis, dass es von Vorteil wäre, sich weltreisetauglichere Modelle zuzulegen. Die aktuellen sind zu schwer, treibstoffmäßig vermutlich recht anspruchsvoll und von der Wartung her ein Albtraum. Also gehen die Maschinen zurück in die Heimat und die Türkei wird später mit passenderen Fahrzeugen erkundet.