Kerala und die Kardamomberge
Nach zwei Flügen kamen wir abends in Kochi am indischen Ozean an. Auf der Fahrt zur Unterkunft wurde schon deutlich, dass es hier anders ist. Es wurde kaum gehupt und deutlich gesitteter gefahren. Die Straßen waren gesäumt von leuchtender Werbung und es gab viele arabische Restaurants. Die Gegend ist recht stark arabisch beeinflusst, da viele Leute von hier zumindest zeitweise in Dubai usw. arbeiten. Verrückterweise gibt es sogar Rind zu essen. In der Altstadt sind auch die kolonialen Einflüsse noch gut sichtbar. Zudem gibt es viele Kirchen. Wir verbrachten die Zeit damit, uns die Gegend anzuschauen und bei einen Ausflug nach Alappuzha eine Bootstour zu absolvieren. Nach ein paar Tagen ging es dann in die Berge nach Idukki.
Die Fahrt weckte Erinnerungen an Kolumbien. Eigentlich nur 100km Strecke, Navi sagt 2,5 Stunden – wir brauchten eher 6. Wir starteten die Reise gegen 11:30 Uhr, waren noch ca. 1 Stunde im Krankenhaus (Nix schlimmes, aber die Apotheken verkaufen in diesem Bundesstaat kaum etwas ohne Rezept) und waren noch ca. 1 Stunde Mittagessen. In der Zeit tauschten wir den Bus. Unser Fahrer war zwar großartig, aber das Fahrzeug hatte seine beste Zeit bereits hinter sich und es wurde sich etwas moderneres, komfortableres gewünscht. In der Unterkunft kamen wir dann kurz vor 21:00 Uhr an. Obwohl die Berge hier eigentlich ich sonderlich extrem sind, sind die Straßen dennoch kaum schnell zu befahren. Viele enge Kurven, Serpentinen, teilweise abgesackte Stellen sorgen für einen Schnitt von maximal 30km/h. Hier mit Motorrad 😩. Zwischendurch gab es Warnschilder vor Elefanten (damit will man nun wahrlich keinen Wildunfall riskieren), gesehen haben wir leider keinen und nach einem Gewitter fuhren wir durch Nebel/Wolken und entsprechend wenig Sicht. Solange es hell war gab es trotzdem viel zu sehen: Ananasfelder, wilde Flüsse, pompöse Kirchen. Die Unterkunft liegt inmitten eines Teefelds und bietet einen traumhaften Ausblick ins Tal. Auch die namensgebenden Kardamomfelder sind fußläufig erreichbar. Wir bleiben hier nun einige Tage und erkunden die Umgebung. Angesichts der langen Anfahrt verkürzen wir jedoch den Aufenthalt um einen Tag, da unser Rückflug nach Bangalore um 15:00 Uhr geht und angesichts der Unwägbarkeiten, die die Bergstraßen mit sich bringen von hier aus kaum zu schaffen sein dürfte.
















