Meine Symptome waren am Morgen verschwunden, lediglich das Frühstück (blanko Rührei mit zwei Scheiben Weißbrot 🤢) lag mir irgendwie quer im Magen. Ich dachte mir sei es drum und los geht‘s (das W-LAN im Hotel war echt schlecht 😅). Also haben wir zusammengepackt und sind auf den El Trampolín de la muerte gefahren, um über die Berge und zur Grenze Ecuadors zu kommen. Eine ca. 80km lange, unbefestigte, teilweise einspurige und an einigen Stellen ungesicherte Strecke. Tatsächlich gibt es einige Kreuze entlang der Strecke, welche an die Verunglückten erinnern. Wir hatten Glück mit dem Wetter und nicht nur eine gute …

El Trampolín de la muerte weiterlesen »

Mit frisch gewarteten Maschinen ging es weiter in Richtung San Augustín. 217km – sollte also in einem Tag locker zu schaffen sein. Da hatten wir nicht mit den kolumbianischen Baustellen gerechnet. Auf der einen Seite zwar nett, das man trotz Bauarbeiten ab und an durchfahren kann, allerdings darf man teilweise bis zu 15min warten und die Baustellen sind im Extremfall nur 2km voneinander entfernt. Wir entschieden uns also dafür, nur bis Pitalito zu fahren. Am nächsten Tag ging es dann frühmorgens nach San Augustín (wir wollten an dem Tag eigentlich noch weiter fahren). Hier gab es antike Steinskulpturen und Gräber …

Montezumas Rache weiterlesen »

Von Cerritos (bei Pereira) ging es weiter nach Ibaque. Da der Weg bekanntlich das Ziel ist, haben wir uns dazu entschieden nicht auf den großen Straßen zu fahren, sondern einen kleinen Weg durch die Berge zu nehmen. Eine Strecke, welche die grüne Landschaft Kolumbiens präsentierte und auf den Mopeds Spaß gemacht hat (Schotter, Waldweg, Schlamm). Es ging bis auf 3300 m hoch und von der Temperatur war es dort eigentlich sehr angenehm. Eigentlich, weil die Wolken in den Bergen hingen und sich abgeregnet haben. Da wir den richtigen Zeitpunkt verpasst haben die Regenklamotten anzuziehen (bei 30 Grad überlegt man sich …

1. Inspektion weiterlesen »

Nachdem die Mopeds auf dem Parkplatz übernachteten, machten wir uns am nächsten Morgen daran, die Fahrzeuge reisefertig zu machen (im Wesentlichen Gepäcksystem zusammen- und anbauen). Danach im Apartment alles fertig gepackt, nochmal geduscht (eigentlich sinnlos) und die Mopeds abgeholt. Beim Abholen noch jemanden aus Neuseeland kennengelernt, der sich in Chile eine Africa Twin gekauft hat und damit nach Alaska fährt. Gegen 12 Uhr kamen wir dann tatsächlich los. Der Verkehr löste sich, als wir Medellín hinter uns ließen, langsam auf. Wir fuhren eine Weile auf einem Gebirgskamm entlang, sodass sich immer wieder traumhafte Ausblicke in die Täler ergaben. Als grobes …

Goldgräberstimmung weiterlesen »

Medellín, 24.10.2024 – 13:37 Uhr Ortszeit. Nachdem wir nun schon einige Tage auf heißen Kohlen saßen und überlegt hatten, über das Wochenende einen Flug an die Pazifikküste zu nehmen, kam endlich die gute Nachricht: die Kennzeichen sind da und wir können die Motorräder abholen. Beim Händler trafen wir uns mit unserem personal assistant (den wir die vergangenen Tage schon mit Anfragen genervt haben – sorry 😩). Kurze Einweisung bekommen, Formalitäten geregelt, am PC mit der Maus unterschrieben und schon konnte es direkt zur Tankstelle gehen (es scheint wohl überall so zu sein, dass Neufahrzeuge mit leerem Tank ausgeliefert werden). Wir …

Abfahrt! weiterlesen »

Um die Zeit zu verkürzen, die wir auf die Mopeds warten, haben wir noch eine Tour durch Medellín und nach Guatapé gemacht. Medellín ist in 16 Stadtbezirke (comunas) aufgeteilt, welche insgesamt 256 Stadtviertel (barrios) bilden. Wir waren im Bezirk Aranjuez (comuna 4) unterwegs und haben einen Einblick in den Bezirk von einer dort lebenden Bewohnerin (Heroína) bekommen. Sozial sind die Viertel in 6 Stufen unterteilt, welche Auswirkung darauf haben, ob und wie viel die Bewohner für den Besuch von Einrichtungen (inkl. Studiengebühren) zahlen müssen. In Stufe 1 befinden sich die sozial schwächsten Bezirke und in Stufe 6 folglich die sozial …

Medellín und Umgebung weiterlesen »

Heute war unser letzter Schultag. Freitags veranstaltet die Schule üblicherweise Ausflüge (letzte Woche ist aus Gründen ausgefallen). Wir trafen uns also an der Bahnstation Envigado und fuhren mit dem Bus in die Berge. Dort angekommen wanderten wir immer tiefer in den Dschungel. Irgendwann trafen wir auf einen kleinen Fluss dem wir stromaufwärts folgten. Nachdem wir einige Male furten mussten kamen wir schließlich am Ziel unserer Wanderung an: ein Wasserfall. Dort machten wir eine ausgiebige Pause und aßen unsere mitgebrachten Backwaren. Begleitet wurden wir von einem scheinbar herrenlosen Hund (von der Größe her hätte man sich auch fast raufsetzen können), der …

Wandertag weiterlesen »

Die zweite Woche in Kolumbien ist fast vorbei. Folglich liegt der Fokus darauf zwei Motorräder zu finden. Wir haben online geschaut und zwei Maschinen gefunden, die uns auf den ersten Blick zugesagt haben und preislich gerade noch so im Rahmen sind. Über unseren Dolmetscher haben wir eine Besichtigung vor Ort vereinbart und haben uns eines der zwei Motorräder angeschaut. Es hat sich herausgestellt, dass das Moped schon länger steht und die Batterie zwischenzeitlich verkauft wurde und fix eine neue eingebaut werden muss, damit sie läuft. Trotz neuer Batterie wollte sie aber nicht so recht laufen, also haben wir die Zeit …

Motorradsuche weiterlesen »

Wer hätte gedacht, dass es bei Sonne und 27 Grad schwer ist, eine neue Sprache zu lernen. Um den Kopf mal freizubekommen und uns ein bisschen die Stadt außerhalb unseres Dunstkreises anzuschauen, haben wir eine Tour durch die Innenstadt von Medellin gemacht. Erstaunlich, wie sehr diese Stadt im Wandel ist und wie groß die gesellschaftlichen Unterschiede sind. Nachdem wir vom ursprünglich vermittelten Kontakt für die Formalitäten zum Kauf eines Motorrades Abstand genommen haben, konnten wir heute mit einem Local den ersten wichtigen Schritt erledigen. Wir sind jetzt offiziell in Kolumbien registriert (RUNT) und dürfen Fahrzeuge kaufen. Wir haben den Onlinemarkt …

RUNT✅ weiterlesen »

Achtung! Dieser Beitrag wurde unter heftigem Koffeeineinfluss verfasst. Der Umzug in die neue Bleibe hat sich gelohnt: ruhige Lage, keine lauten Nachbarn, wesentlich mehr Platz und ein etwas kürzerer Weg zur Schule. Hinsichtlich des Motorradkaufs hatten wir unseren Lehrer etwas falsch verstanden. Er hat uns einen Kontakt zu einem Typen vermittelt, der uns gegen Zahlung eines ordentlichen Geldbetrags helfen würde, die Formalitäten zu erledigen und Motorräder zu kaufen. Wir haben noch ein paar andere Eisen im Feuer und hoffen, dass wir eventuell etwas preiswerter aus der Nummer herauskommen. Gestern Abend waren wir wie üblich essen gewesen. Für europäische Verhältnisse ist …

Kaffeerausch weiterlesen »