Holi Moly

Die Idee, einmal nach Indien zu reisen stand bereits länger im Raum. Tatsächlich war dies auch eine der Zieloptionen für das Sabbatical gewesen. Anfang des Jahres wurde es dann etwas konkreter und nun war es also soweit. Los ging es von Berlin über München nach Delhi. Auf der Langstrecke gab es dabei zwei erste Male: A380 und Premium Economy 😬 Der A380 ist ja bereits von außen und weitem ein ziemlicher Trumm. Von Innen bekommt man davon allerdings gar nicht so viel mit. Vielleicht hatten wir Glück mit dem Wetter gehabt aber der Flug war unglaublich ruhig (vielleicht liegt es aber auch an der Größe und dem Gewicht der Maschine). Kein einziges Mal musste man sich zwischendurch anschnallen und es gab nicht einmal den Hauch einer Turbulenz. Die Premium Economy hatten wir relativ günstig erworben. Dafür gab es bequeme, breite Sitze mit vernünftiger Beinfreiheit. Die Betreuung war sehr nett und angenehm häufig und das Essen war auch relativ gut.
Die Einreise nach Indien gestaltete sich recht strukturiert. Im Vorfeld musste bereits ein E-Visum und ein E-Arrival beantragt werden. Am Flughafen galt es dann biometrische Daten zu lassen, am Schalter alles zusammenzuführen und damit schlussendlich den heiß begehrten Stempel im Pass zu erhalten. An der Unterkunft kamen wir trotzdem erst nach 03:00 Uhr an.
Am nächsten Tag taktisch unklug ausgeschlafen (Hallo Jetlag) und die Stadt etwas erkundet. Verkehrlich ist es ähnlich wie in Nord-Südamerika. Alle fahren recht langsam, die Spiegel werden höchstens beim Einparken genutzt, Blinker sind optional und die Hupe muss unregelmäßig ohne erkennbaren Anlass betätigt werden. Die nächsten Tage erkundeten wir die Stadt und probierten etliche Speisen aus.
An einem Kreisverkehr angekommen konnten wir die ersten Aktionen des Holi-Fests beobachten. Mitten auf der Straße wurde ein Lagerfeuer entzündet. Dort konnten Strohpuppen eingeworfen werden, die die Dämonin Holika symbolisieren. Im Anschluss begannen sich schon einige Teilnehmende mit Farbe zu verzieren.
Nach 4 Tagen in Delhi geht es nun per Zug weiter nach Bhopal. Dank der großen Spurweite (die Größte weltweit) sind die Waggons recht breit und komfortabel.
Vom ersten Eindruck her ist es nicht so voll, wie angenommen. Auffällig ist, das es hier vom Service her mit der Heimat nicht zu vergleichen ist. Wenn man Spätabends noch Getränke in der Unterkunft braucht, bestellt man diese einfach per App und 20 Minuten später sind sie geliefert. Das Gepäck wird einem förmlich aus der Hand gerissen, um getragen zu werden und im Zug kann man über einen QR-Code die Klimaanlage verstellen, den Platz reinigen lassen usw..
















